April 2020

1. April und die folgenden Tage während des Shutdowns: Der Tagesablauf ist relaxt und es geht relativ gut während des Shutdowns. Die Kinder machen meistens super gut mit. Wir baden, reparieren das Dinghi welches wir von der SY Caracolito erhalten haben und spielen Brettspiele. So gehen auch die weiteren Tage vorbei. Zwischen Baden, Leiterspiel, Mikado und Mensch ärgere dich nicht, habe ich auch endlich die Gitarre ausgepackt. Damit uns auch nicht langweilig wird, bekommen die Kinder Durchfall und Erbrechen. Langsam aber sicher, kommt bei uns der Verdacht auf, dass das Wasser hier nicht wirklich sauber ist. Die Kinder schlucken beim Plantschen doch ab und zu einen Schluck Meerwasser und da wir nichts merken, könnte dies das Problem sein. Zum Glück filtert unser Wassermacher durch die Umkehrosmose solche Unreinheiten raus.

Anja wünscht sich eine Waschmaschine. Es ist schon etwas doof, wenn die Kinder die Bettwäsche vollko… und man nicht von Bord darf zum Waschen.

Die Woche vergeht erstaunlich gut und schnell. Die Kinder verhalten sich super. Montagabend, 06.04, die Ausgangssperre sollte um 1900 Uhr aufgehoben werden…
…sollte…, um 1800 Uhr gibt der Ministerpräsident ein Statement ab. Die Ausgangssperre wird verlängert. Bis zum 20.04… Eine herbe Enttäuschung.
Wir hofften so sehr, dass wir uns noch von unseren Freunden der Maimiti verabschieden könnten und, dass wir die Crew unseres Nachbarboots, die SY Caracolita noch besser kennen lernen dürften. Wir haben in der doch sehr distanzierten Zeit ihr Dinghi abgekauft und verschiedene Dateien ausgetauscht. Wir haben jetzt Filme, dass wir während 2 Jahren jeden Abend einen Film anschauen könnten. Vielen Dank. Uns wird sicher nicht mehr langweilig… Beide Crews lassen sich vom EU Repatriierungsflug nach Hause bringen. Auch wir wurden vom Konsulat persönlich angeschrieben. Aber für uns ist es keine gute Option.
Tja… Es ist Montagabend. Wir hatten am Nachmittag noch eine grosse Bestellung bei einem Supermarkt gemacht und jetzt sind die Restriktionen verschärft worden. Der nächste Notshopping Tag wird erst Samstag sein. Unser Gaslieferant, welcher für uns und etliche Boote die Gasflaschen auffüllt hat eine Bewilligung für Montag, Mittwoch und Freitag. Wir dürfen aber wohl erst am Samstag von den Booten… Irgendwie ist die ganze Sache nicht zu Ende gedacht…

So hatte ich mir die Familienzeit nicht vorgestellt… noch mal eine Runde intensiver. Aber wir haben auch viel zu Lachen. Ab Elija und auch Anaïs. Aber auch so manch ein Streit zu schlichten und zu trösten. Dann wird zwischendurch noch der Keilriemen neu gespannt und die Batterien gemessen. Bald kommt das neue Dinghi ins Wasser um unsere alten und neuen Freunde an Land zu bringen. Und ich hoffe sehr, dass wir bald Neuigkeiten vom einen Hafen erhalten. Wir haben über die Verbindungsstelle Segler-Regierung eine Erlaubnis erbeten, dass wir waschen gehen dürfen. Das wurde uns bisher verweigert, da dies nicht ausdrücklich erlaubt ist. Ist ja wohl klar, wenn alle von der Regierung ihre Waschmaschinen zu Hause haben, da kommt wohl keiner auf die Idee diese Möglichkeit zu erwähnen…

Am Mittwoch 08.04 helfe ich der der Maimiti ihr Schiff umzulegen. Sie platzieren sich in der gleichen Bucht, ganz nahe an den Mangroven um. Dort wird das Schiff mit zwei Anker und vier Landleinen gegen Stürme gesichert. Ich bin froh, dass ich einen starken Motor habe, denn es muss ordentlich geschoben werden. Der Wind ist heute recht stark und trifft die Maimiti während dem Platzieren seitlich.

Tag darauf ist der Moment des Abschiedes gekommen. Ich hole um 0700 Uhr die Crew der Maimiti ab und bringe Sie an Land. Es schmerzt ordentliche, diese doch speziellen Freunde nach Hause fliegen zu sehen. Wir haben uns seit Valencia, resp. August 19 oft gesehen und sind Monatelang zusammen gereist. Ihr Plan war zu bleiben, unserer nach Hause zu gehen. Nun sieht es aus als blieben wir und sie sind gegangen…

Freitag 10.04. Der Gaslieferant meldet sich, ob ich in 15 Minuten in der Marina der anderen Bucht sein könne um die Gasflasche abzuholen. Eigentlich dürfte ich aufgrund der Ausgangssperre nicht los, aber der Gaslieferant hat heute seine Lieferbewilligung. Mit unserem neuen Dinghi ist das kein Problem und ich sause kurz darauf mit Anaïs los. Die Übergabe läuft problemlos und wir machen uns auf den Rückweg. Kaum in unserer Bucht angekommen, unser Schiff ist in Sicht, taucht ein grosses, graues Schlauchboot mit drei Aussenborder auf. Mist. Die Coast Guard… Ich verlangsame sofort und zeige die Gasflasche. Ich habe kein Gas mehr, sage ich freundlich. Ebenso freundlich antworten sie, dass der Shoppingtag erst morgen sei und ich mich gedulden müsse. Ich verspreche sofort zu meinem Schiff zurückzukehren, was ja auch stimmte und machte mich auf den Weg… Phu Schwein gehabt…

Am nächsten Tag ist der ersehnte Einkaufstag, Anja fährt am Morgen in die Nachbarbucht an den Farmer's Market und deckt sich mit Grünzeug ein. Salate, Spinat, Kohl, Gurken… Alles was eine leckere Abwechslung in die Küche bringt. Dazu hat die Whisper Cove Marina auch offizieller Waschtag. Und was passiert? Klar, eine Wasserpanne. Erst nach dem Mittagessen können sie das Problem lösen und Alex organisiert uns einen Wasch-slot. Mit der nassen, gut riechenden aber nur mit kaltem Wasser gewaschen und etwas reinerer Wäsche kehre ich nach einer Stunde zurück. Wir hängen die Wäsche an unseren Wäscheleinen ums Schiff auf und bei dem Wind, ca. 3-4 Bf (18-26km/h) trocknet alles recht schnell. Neben der fehlenden Gemeinschaft in der Bucht, macht sich auch mancher Unternehmer aus Angst vor den Einschränkungen und dem Verlust von Erlaubnissen mächtig Stress und ist unfreundlich und kühl.
Am Abend treiben zwei Dinghis (auch mit Kindern) an uns vorbei, schnell kommt man ins Gespräch und es macht Vorfreude, wenn man hört, dass die sich darauf freuen uns endlich kennen zu lernen. Sie haben ihr Ankerplatz nur ein paar Schiffe von uns entfernt. Ich denke die Gegend und die Gemeinschaft haben noch viel zu bieten. Neben dem plantschen, Ostereieranmalen (mit Filzstift) und den ohrenbetäubenden Spielereien und Streitereien übe ich fleissig täglich mit der Gitarre.

Es ist Ostersonntag und wir haben noch einen Wasch-slot (als Entschuldigung für die barsche Abservierung vom Vortag) früh am Morgen erhalten. Wir fahren mit der ganzen Familie dorthin, Anja kümmert sich um die Wäsche und ich laufe zusammen mit Alex von der SY Fitz Roy zum Einkaufen. Mit sechs Liter Milch, fünf Liter Saft, zwei Säcklein Tomaten und eine grossen Bund Bananen kehre ich nach einer Stunde wieder zurück. Wir waren in einem der lokalen Supermärkte (Tante-Emma-Läden) in der Nähe. Alle waren super freundlich und neben der Händedesinfektion an der Türschwelle und den Masken, war der Einkauf normal. Auf der Rückfahrt halten wir bei der Maimiti zum Lüften und besuchen ein Schiff mit einem Jungen um ein von Anaïs gemachtes Osternest zu bringen. Kurzerhand quatschen wir eine knappe Stunde und es gibt einen Rumpunsch. Wir besuchen auch noch ein Schiff in unserer Nachbarschaft mit einem Mädchen und bringen auch dort ein Nestlein. Am Nachmittag backen Anja mit Anaïs den Geburtstagskuchen. Ich muss derweil auf Elija Acht geben, da dieser sämtliche Ausgestochenen Fondant Förmchen im kleinsten unbeobachteten Moment in seinem Mund verschwinden lässt. Er ist auch absolut Zielsicher und erwischt immer die grösste Figur.

Heute ist der 13.April. Das Datum sagt unserer Familie und Freunden sicher etwas. Es ist der Geburtstag von Anaïs. Schon lange fiebert sie auf den Tag hin. Und schon seit Beginn der Ausgangssperre kreuzt sie die Tage ab. Heute Morgen also, werde ich sehr unsanft, um 0630 Uhr wach gerüttelt. "Ich habe heute Geburtstag und werde 5! Wo ist meine Krone, ich suche meine Krone… Papa komm her sofort. Ich finde die Krone nicht!…" Seit den fünf Geburtstagsfeiern mit der Maimiti, wobei das Geburtstagskind eine Krone tragen durfte, haben wir diese Idee für gut befunden und abgekupfert. Als meine Augen auch wach sind, finde ich die Krone und die Welt ist in Ordnung. Gleich darauf hat sie auch den gebastelten Schriftzug entdeckt und natürlich auch das Geschenk. Wir essen Geburtstagskuchen zum Frühstück. Danach wird nach dem Cruiser-Net das erste Mal gebadet, danach die vielen lieben und herzlichen Geburtstagswünsche per Videotelefonie, Videonachrichten und Textnachrichten vorgelesen und mir wurde zum Teil die zu schreibende Antwort diktiert.
Am Nachmittag wird wieder gebadet und etwas Gitarre gespielt und gesungen. Meine Treffsicherheit mit den Tönen muss nicht nur bei der Gitarre geübt werden, auch gesanglich muss noch ordentlich was gemacht werden…
Mittlerweile hat die Regierung in einer Pressemitteilung die nächsten Shoppingdays bekannt gegeben. Donnerstag, Freitag und Samstag. Und es hat positiv getönt, dass eventuell tatsächlich in einer Woche die Einschränkungen gelockert werden.

Dienstag 14.04. Neue Erkenntnisse über die nächsten Tage, oder Wochen kommen per FM Radio. Eine Lockerung ist in Sicht. Es kommen drei Einkaufstage ohne Trennung mit Nachnamen. Ebenso soll es einen Tank-Tag  geben. Weiter wird fleissig gebadet und gespielt.

So langsam kommt das Verlangen auf, wieder einmal an Land zu dürfen und unsere Geduldsfäden wurde durch böse Moorchnorze von einem Schrumpfstrahler getroffen…

15.04 Heute war nicht ein besonders guter Tag, wir brauchen etwas Ruhe von den Kindern. So setzten wir die Kleinen auch das erste Mal in dieser Quarantäne mit einer Bine Maya vor den Laptop. Mal 20 Minuten Ruhe. Danach gibt es eine Malstunde zusammen mit Anaïs. Wir machen Girlanden, welche danach im Schiff aufgehängt werden.

Heute ist der erste von drei Einkaufstagen. Danach sollte die Ausgangssperre ja auch endlich gelockert werden. Wir erhalten von unserem Freund Alex, welcher z.T. in einer nahen Marina ist ein Telefonat. Der Lieferdienst sei soeben in der Nachbars Marina eingefahren und wolle die Waren abliefern. Da er näher ist, fährt er schon mal hin und nimmt unsere Lebensmittel entgegen. Ich lasse das Dinghi ins Wasser und sause davon. Wir erhalten 3 Kartons mit Lebensmittel. Jetzt haben wir genug Lebensmittel um zirka 2 Monate autark zu sein. Natürlich ohne Fleisch und Frischware.

Unsere Kinder freuen sich ab den Kartons und spielen diese innert kurzem Kaputt. Mit den dazugehörenden Tränen. Zum Glück habe ich Panzerband…Danach wurden die Kisten bemalt, als Bett oder Bobbycar genutzt und ein Baby-bett gebastelt.

Das Wochenende verläuft unspektakulär. Ein Tag geht vorbei wie ein anderer. Mal besser und mal nervenaufreibender. Am Samstagnachmittag veröffentlicht die Regierung, dass nochmal 7 Tage 24/7 Ausgangssperre angehängt. Danach gäbe es langsam Auflockerungen. Nach der Zimmerstunde von AnaÏs versuchen wir immer etwas nur mit ihr zu machen. FIMO basteln, verschul-Übungsaufgaben und diverse Brettspiele. Das mit den Buchstaben kriegt sie schon sehr gut auf die Reihe und schreibt verschiedene Namen schon selbständig aus aufs Blatt.

Am Montag 20.04 ist Anja froh, dass sie einkaufen gehen darf. Sie besucht per Fussmarsch einen Baumarkt und einen Lebensmittelmarkt. Für mich gibt es ein Spannset und ein längerer Gasschlauch, damit die Gasflasche ausserhalb des Cockpits (Steuerraum und quasi unsere Terrasse) anbringen kann. Für unsere Luxusgefühle hat Anja Brie, Hüttenkäse und Schinken eingekauft so wie frische Äpfel (Für CHF 3.- das Stück). Am Abend wird bekannt, dass es einen erneuten Erkrankungsfall gegeben habe und somit der Lockdown um weitere 14 Tage nicht gelockert wird. Eine Plane hat sie auch gekauft, damit wir das kleine Dinghi wegräumen können und trotzdem einen Sonnenschutz und Luftfänger auf dem Vordeck basteln können. Das wird in den folgenden Tagen verfeinert (leider ist die Qualität sehr schlecht und so reisst die Plane schon 8 Tagen später ein). Während unserem Feintuning tüftelt Anaïs an der Idee aus einem dicken Tau eine Schaukel zu basteln. Ich helfe das Tau draussen zu befestigen und dann über eine Lucke nach drinnen über ihr Bett zu führen.
Auf dem Farmer's Markt hat Anja unsere Nachbarin kennen gelernt und sie kamen aufs Thema Nähen. Freundlich nachgefragt, durften wir ihre tolle Nähmaschine ausleihen. Die war schon eine gewisse Zeit nicht mehr gebraucht worden und freute sich über eine ordentliche Portion Öl. Danach nähte Anja für uns alle eine stylische Schutzmaske.

Am Mittwoch geht Anja mit Anaïs an den Farmersmarkt und kauft frisches Gemüse und etwas Früchte. Leider wird uns auch Alex von der SY Fitz Roy verlassen. Er hat sich als Crew auf einem anderen Schiff angeboten um nach Europa zu segeln.

Am Donnerstagmorgen haben wir ein Novum, die Bucht liegt total flach. Die letzten Tage hatten wir recht viel Wind und nun steht alles Still. Keine Strömung und kein Lüftlein. Alle Schiffe stehen kreuz und quer. Das hatten wir bisher noch nie, in der Zeit in der wir jetzt schon hier sind. Aber das ist nur von kurzer Dauer, am Nachmittag dreht der Wind auf und zwar um einiges. Wir haben zum Teil Böen bis zu 30 kn. Das sind gut 55 km/h. Das Stand Up Paddle, welches wir am Geräteträger hinaufgezogen hatte, hielt diese Kräfte nicht aus und zwei stabile D-Ringe bogen sich und eine Schlaufe riss aus.

Die Tage vergehen monoton. Ich bin seit zwei Tagen daran, mit meiner Minitauchflasche das Unterwasserschiff zu reinigen. Ich habe einen Luftvorrat von knapp 5 Minuten und so ist der Vorschritt überschaubar. Dies vor allem, da die Schraubenwelle (Achse welche den Motor mit der Schraube verbindet) und der Propeller (Schraube) sind sehr stark zugewachsen. Sie sind voller Muscheln und Seegras. Ich meinte sogar Anemonen oder so etwas darauf entdeckt zu haben. Zudem nisten sich Fischlein und Schwämme in den Borddurchlässen ein. Das sind die Öffnungen wo wir Wasser zu Abwaschen und für den Wassermacher beziehen. (Kommt das davon, dass ich mit Anaïs vor allem Sponge Bob zeichne???)

Es ist schon bedenklich, Anaïs bringt den Virus schon ins Spiel mit ein. Auch habe ich eine neue Erkenntnis gewonnen: Wenn ich um halb vier am Nachmittag einen Rum Cola mische, sollte ich doch zuerst mal auf die Flasche schauen. Der Rum hatte 69% und nicht wie gewohnt 40-45%... Wir hatten es danach ordentlich Lustig… Die Grenadier haben halt andere Gewohnheiten… Aber ein Gutes hat der Rum an sich. Diese Alkoholkonzentration wirkt am Besten gegen den Virus :-D
Es gab leider drei neue Erkrankte auf der Insel, eine davon Asymptomatisch. Ich hoffe sehr, dass die Restriktionen nicht noch lange anhalten. Gemäss eines Presseberichtes sollten die drei Einkaufstage bleiben. Das gibt doch eine willkommene Abwechslung.

Am Montag ist wieder ein Einkaufstag. Wir fragen bei einem der örtlichen Buschauffeure an, der die Seglergemeinschaft unterstützt um Anja einkaufen zu fahren. Taxis und Busse haben Fahrverbot, ausser wenige mit Spezialbewilligung. Patrick, alias Shademan, hat eine solche und holt Anja ab und fährt sie ca. 10min in die Space-Mall. Zu Fuss brauchte Anja das letzte Mal 40min. Dort macht Anja einen Grosseinkauf und fährt danach entspannt wieder zurück. Jedoch bis sie im Laden ist dauerte es eine Weile, die Schlange ist ziemlich lang. Dazu gibt es überall die, die sich noch vordrücken. Im Laden ist leider auch nicht mehr alles erhältlich. Einige der Artikel sind anzahlmässig beschränkt. Anja kann unsere Vorräte mit Wraps, Zucker, Früchte, Gemüse, etwas Kekse, Schinken, Käse, Jogurt, Nutella, Früchte Tee und diverses an Fleisch für die Kühlbox wieder auf. Als Überraschung bringt sie noch einen Becher Schokoladen Eis mit. Eigentlich hätte die Fahrt etwa 13.- gekostet, aber da die Lage für Buschauffeure, die alle mit ihren privaten Bussen herumfahren, nicht wirklich rosig ist, unterstützten wir Patrick etwas mehr. Er ist immer eine grosse Hilfe für die Segelgemeinschaft und tut viel daran für uns herumfahren zu dürfen. Wir wussten auch, dass er eben erst eine neue Batterie kaufen musste. Die kostet hier etwa 460 XCD, also über 150 CHF. Das ist enorm viel Geld hier…

27.3 Die Ausgangssperre lief eigentlich um 0700 Uhr aus und wurde nicht verlängert. Erst am Abend um 1600 Uhr gab es eine Pressemitteilung und eine neue Ausganssperre beginne ab 1900 Uhr. Grossartige Änderung, wir dürfen an den Einkaufstagen während max. 1,5h raus. Jedoch sind Strände nach wie vor gesperrt. Für uns ist es zu spät um noch raus zu gehen aber wir freuen uns auf Mittwoch. Der Dienstag war eher harzig. Kurz nach einem Tauchgang schmerzt mir das Ohr. Wir verdächtigen eine Otitis und fangen sofort mit einer entsprechenden Behandlung an. Es bessert innert Stunden. Danke Pesche für deine Ratschläge.

Am Mittwoch fahren wir mit der ganzen Familie, erstmals seit mehr als 5 Wochen, an die Clarks Court Boatyard. Dort ist wieder ein Farmer's Market und wir decken uns mit Gemüse und Früchten ein und kaufen zur Abwechslung auch wieder mal einen frischen hausgemachten Mango Saft mit. Ein weiterer Lieferant bringt Milch, Joghurt und für uns, respektive für Elija Windeln… Wir profitieren vom grossen Werftplatz, dass die Kinder mit den Trotti's herumdüsen können. Auch Elija ist begeistert von seinem Dreirad-Trottinett. Aber wehe, man hört auf zu schieben. Am Nachmittag fahren wir auf die Hog Island vor unserer "Haustür" und laufen etwas in der Natur herum. Was für ein schönes Gefühl… Verschwitzt kommen wir wieder aufs Schiff und springen in den Pool vor unserer "Terrasse" :-) Ausser ich, ich bleibe auf dem SUP.

30.04. heute ist wieder ein Quarantänetag. Der Mango Saft schmeckt gut gekühlt sehr lecker und für 5XCE kann man da nicht viel sagen (1.20Euro). Wir üben fleissig mit der Gitarre, Anaïs ist nicht sehr motiviert mit mir Lieder zu lernen, dafür will Elija immer wieder damit spielen. Er geht ganz vorsichtig damit um und schrammt fleissig. Weiter basteln wir Feenflügel aus einem Stück Seil und Elija kriegt einen Superheldenumhang aus einem T-Shirt gebastelt. Damit sausen die Kinder hin und her. Zum Zvieri gibt es eine süsse reife Honigmelone und danach noch Popcorn.

Die nächsten Auslauftage sind erst Samstag und Sonntag. Der 1. Mai ist hier wohl sehr heilig. Da wird nicht gearbeitet. Und wir werden einen weiteren Bord Tag verbringen.

Wie gewohnt könnt Ihr unsere (statische) Position auf Noforeigenland nachschauen.