Februar 2020

1 Februar wir ziehen heute von der Wallilabou Bay um in die Barrouallie Bay. Hier werden wir Alex treffen. Ein Freund von Max. Er will uns die Insel zeigen und hat auch Kontakt zu einem Kindergarten wo er unterstützt. Wir haben viele Kinderkleider zum Abgeben. Das Ankern in der Bucht Barrouallie, gestaltet sich etwas schwierig da der Grund sehr schnell abfällt. So geht die Maimiti eine Bucht zurück und wir vertäuen uns mit der Boje von Alex. Schon nach 1 Std. macht die Boje samt Bojenstein mit uns einen Ausflug. Wir ziehen mit der Hilfe von Alex die Boje zurück an ihren Platz und sichern uns noch mit einem Heckanker. Ein mulmiges Gefühl bleibt aber, wir schauen mal. Nach dem Mittagessen gehen wir auf den örtlichen Markt frisches Gemüse kaufen und uns etwas das Dorf anschauen. Markt hier heisst, viele einzelne Stände durchs Dorf verteilt und zum Teil auch nur alles in Einkaufswagen. Aber trotzdem es hat eine gute Auswahl und wir bekommen an diversen Orten viel neues und frisches Gemüse. Als wir nun zurück kommen, werden alle Kleider sortiert und ausgemistet, dazu auch die Kinderspielzeuge. Alex kommt am frühen Abend vorbei und nimmt alles mit. Es werden 2 Säcke Kinderspielzeug mit Autos, Duplo und ganz viel Papier und Farbstiften, Kleider und einiges mehr. Wir hatten schliesslich für 3 Jahre gepackt und nicht nur für 1 Jahr und aus vielem sind die Kinder auch schon rausgewachsen oder wir brauchen es einfach nicht mehr.

2 Februar nach dem die Nacht trotz Bedenken an der Boje ruhig war, rutschte die Boje vor dem Mittag doch wieder ab, und fuhr eine Runde mit uns. Wir brachten die Boje wieder zurück und verlegten uns in die Bucht zu der Maimiti. Hier gingen wir mit den Kindern an den Strand und erkunden das Rock Side Café. Wir erfahren, dass das ein Trans Ocean Stützpunkt ist und wir bei Rosie waschen können, sowie auch Wasser tanken. Während unsere Männer schnorcheln gehen, geniessen wir etwas kaltes zu trinken und die Kinder spielen auf der Wiese, bis es Zeit ist, aufs Schiff zu gehen.

3 Februar heute geht’s in den Kindergarten in Barrouallie, um die Spielzeuge abzugeben und danach auf Insel Tour. Wir sind gespannt. Aber zuerst freuen wir uns, unsere Wäsche bei Rosi abgeben zu können. Im Kindergarten sind die Kinder etwas verwirrt, was wir hier machen (so viele weisse), dafür freuen sich die Betreuerinnen umso mehr über unsere Mitbringsel. Wir hoffen, dass die Kleider nun auch an einen guten Ort kommen, wo sie gebraucht werden… Danach geht’s mit dem Taxi in den Norden zu einem Wasserfall, bei dem wir Baden können. Endlich viel Süsswasser zum Duschen, es fehlte nur das Shampoo :-). Wir geniessen das kühle Bad bei den hohen Temperaturen und sind fasziniert von der Ruhe hier, sowie von der Natur. Grosse Bambus Haine, Palmen, Mango Bäumen, Zitronen Bäume, Papaya, Mandarinen. Einige Früchte erreichten wir auch, daSs wir etwas mitnehmen konnten (unter Anleitung unserer Führerin). Dann geht’s zum Mittagessen in ein lokales Restaurant. Das Hänchen war lecker, der Fisch etwas speziell, aber im Großen und Ganzen sehr gut und wir wurden satt. Der Ausflug war leider nicht so ganz das, was wir uns erhofft und versprochen bekamen. Aber wir haben was von der Insel gesehen und inzwischen glaube ich auch, dass es nicht viel mehr zu sehen gibt. Als wir zurück an den Strand kommen, geht’s für die Männer auf Lobsterjagt. Wir Frauen halfen Rosie noch mit unserer Wäsche. Beni und Felix waren erfolgreich, besonders dank Alex. Sie brachten 10 Lobster mit. Das gab für uns Erwachsene je ein Nachtessen. Es schmeckt gut aber nicht so, dass wir das nun dauernd essen möchten. (Ich werde es gar nicht mehr essen, denn ich hatte am nächsten Tag so meine liebe Mühe damit)

4 Februar heutiger Plan ist Wassertanken, Müll an Land zu Rosi bringen, Rechnung bezahlen von der Wäsche und der Boje sowie dem Wasser. Dann gemütlich nach Blue Lagoon in den Süden segeln. Was wir tatsächlich machten? Nun es fing an, dass wir unser Boot an der Boje etwas verlegten und uns ein sehr langer Wasserschlauch von Land gebracht wurde. Mit gaaaanz viel Druck… so dauerte es einen sehr langen Moment unsere ca. 250l Wasser aufzufüllen. In der Zeit verlegte sich die Maimiti neben uns, um dann auch tanken zu können. Als wir fertig waren ging Beni an Land, um zu bezahlen (anscheinend passten 400L in unsere um 250L geleerte Wassertanks). Aber egal. Auch bei der Maimiti passten fast 350L in ihre 220L Tanks… Nun starteten wir gemütlich in den Süden, gemütlich blieb es nicht lange, schon bald nahm der Wind zu und gegen Ende der Insel bekamen wir den Wind immer mehr auf die Nase, dazu nahmen auch die Wellen zu. Wir überlegten ob wir in der Hauptstadt ankern wollen, das wäre weniger weit aber hier ist der Ruf nicht so gut. Darum drehten wir schlussendlich ganz in den Süden ab und nahmen Bequia ins Visier. Unsere Entscheidung teilen wir der Maimiti mit, die ca. 1h hinter uns segelt und freuten uns, dass sie gleich entscheiden. Die Entscheidung war Gold richtig, denn der Wind blies mit ca. 17kn und Böen bis 25kn. So hatten wir zwar knapp 1std mehr als geplant und verliessen St Vincent auch etwas schnellentschlossen. Aber als wir in Bequia vor Anker gehen und mal noch das Wetter kontrollierten (ja habe wir heute Morgen nicht gemacht) sehen wir das in den nächsten Tagen immer mehr Wind und Welle kommen soll und wir so in St. Vincent ca. 1 Woche festgesessen währen. Je nach Wind sogar noch etwas in den Norden zurück gemusst hätten. Den späten Nachmittag geniessen wir am Strand und lernen weitere 4 Familien Boote, darunter drei Britische und ein Südafrikanisches Boot kennen.

Bequia. Die Insel ist 18km2 gross und hat 5.000 Einwohner. Die Amtssprache ist Englisch. Die Währung ist in XCD (100XCD=33Euro). Die Insel liegt südlich von St. Vincent. Bequia heisst in der ureinwohner Sprache «Insel der Wolken», ich finde ein passender Name mit so vielen Wolken. Seit 1870 bis ins 2000 war der Walfang ein wichtiger Teil der lokalen Wirtschaft. Heute dürfen nur noch 4 Buckelwale pro Jahre gejagt werden und dies auch nur auf traditionelle Weise, das heisst mit Speer und Harpune. Aber die Quote wurde in den vergangenen Jahren nie erreich. In Petit Nevis gibt es ein Wahlmuseum und die Anlegestelle für die gefangenen Wale. Auf der inoffiziellen Flagge, ist ein Wal abgebildet.

5 Februar wir fahren heute Morgen an Land. Wir wollen die Ortschaft erkunden. Schauen was der Supermarkt her gibt und was uns die Insel noch bietet, ausser weisse Strände. Die Supermarkte entpuppen sich als diverse kleine Läden mit einem sehr kleinen Angebot. Aber das lebensnotwendige bekommt man. Die Markthale bietet viele Früchte und etwas Gemüse. (mir fehlt inzwischen das grosse Gemüsesortiment aus der Schweiz, zum Glück gibt es Dosen… aber die Vielfalt ist eben da nicht so gross). Am Nachmittag wird der Strand bespasst.

6 Februar unser heutige Plan war sich um 9.30 mit der Maimiti im Dorf zu Treffen für ein Ausflug zu dem Schildkrötenreservat mit Aufzuchtbecken. Aber da es sehr viel Wind hat und extrem böig ist, bleiben wir lieber an Bord (22-30kn Wind) und wieder Schiffe deren Anker nicht hält. Am späten Nachmittag als der Wind nachlässt, gehen wir doch noch kurz an Land und laufen auf dem Küstenweg in Richtung Dorf, um in eine gemütliche Bar zu gelangen. Der Sonnenuntergang auf dem Heimweg ist wunderschön.

7 Februar Felix von der Maimiti feiert heute sein Geburtstag. Wir laden die ganze Familie auf unserem Schiff zu leckeren Burger ein. Dafür fahre ich am Morgen mit Elija noch ins Dorf, um frischen Salat und Tomaten zu holen. Zum Zmittag sind alle Happy. Für die Kinder gibt es Hot Dog und für die Erwachsene Burger mit selbstgemachten Pattis. Wir Geniessen es alle, besonders da Fleisch hier ein absolutes Luxusgut ist und entsprechend viel kostet (Wir hatten noch etwas in der Gefrierbox). Als Dessert gibt es leckeren Schokoladen-Bananen Kuchen von Judith. Nach dem Mittagsschlaf von Elija geht’s wieder ins Dorf. Wir wollen noch eine Piratenflagge organisieren. Wir haben erfahren das eine gehisste Piraten Flagge ein Zeichen für ein Kinderboot ist (Anmerkung von Beni: Die Kampfschreie von Elija können mit jedem Piratenschrei mithalten… Oder jedenfalls mit dem Papagei vom Kapitän) Nach dem Einkauf geht’s wieder an den Strand, kurz vor unserm Aufbruch ins Dorf, kam noch Dave vorbei. Er und noch zwei andere Kinderboote treffen sich an Land. Wir sind auf weitere Boote gespannt. Zum Abendessen gab es dann die Rest Salat, von den Burger, dazu Tomaten und Mango. Lecker… Heute war ein sehr gelungener Tag.

8 Februar nach dem Frühstück freut sich Anaïs darüber die Piratenflagge zu hissen. Jetzt sieht man von weitem, dass wir Kinder an Bord haben. Kaum ist die Flagge oben und wir startklar für den Strand wären, zieht eine grosse Regenwolke über uns hinweg. So wird das von Bord gehen um eine halbe Stunde verschoben. Dann geht’s aber wirklich los und wir gehen Beni zu einem Tauchkurs anmelden, danach weiter zum Strand zum Spielen, wo wir auch wieder auf die Maimiti treffen. Als nun alle müde gespielt sind, geht’s zum Nachtessen zurück und dann ab ins Bett mit den Kindern. Ich und Judith machen uns Fein und freuen uns auf unseren ersten Frauenausgang seit wir losgesegelt sind! So geht’s mit dem Dinghi auf an Land, in eine Bar mit gemütlicher live Musik und 2 gute Getränke. Bevor es dann im Dunkeln zurück zu den Booten ging. Wir hoffen dass wir das wieder widerholen können. Es hat uns sehr gut getan….

9 Februar Beni und Anaïs gehen heute zusammen Anker kotrollieren. Es ist voll süss wie sie über ihm herschwimmt wenn er abtaucht… Ab dem Mittag wird es in der Bucht etwas eng. Viele Charterer trudeln ein und legen sich mit ihren Riesenkats überall in die kleinen Lücken… Beni übernimmt die Sicherheit Überwachung an Bord, da gerade ein 72 Fuss Katamaran sehr sehr nahe neben uns «im Päckli» liegt und lernt für seinen Tauchkurs, während ich mit den Kindern den Strand erkunde. Am Abend legt sich die Leonardo III noch neben uns. Seit Ibiza haben wir uns immer verpasst.

10 Februar es geht zu den Schildkröten. Maimiti, ich und die Kindern besuchen eine Aufzuchtstation für Schildkröten. Dahin gelangen wir mit einem Taxi Jepp, der hinten Bänke längsseits auf der Ladefläche hat. In der Station sehen wir ganz kleine 3 Monate alte Baby-Schildkröten sowie solche die nächstes Jahr mit ca. 4 Jahren wieder ausgesetzt werden. Wir erfahren, dass sie die Schildkröten erst nach dem Schlüpfen einsammeln und aufziehen für ca. 4 Jahre. Mit 9 Jahren erkenne man erst um welches Geschlecht der Schildkröte es sich handle. Mit 25 Jahren sind sie geschlechtsreif und kehren an ihren Strand zurück. Sie können bis zu 200 Jahre alt werden. Als wir an den Hafen zurückkehren gehen wir leckere Pizza essen, bevor ich zurück an Bord gehe mit etwas Pizza für Beni. Am Nachmittag gehe ich mit den Kindern Benzin für den Dinghi Motor tanken und einige Einkäufe machen, bevor es dann mit Judith noch kurz zum Strand geht. Als wir zurück kommen bereiten wir uns ein leckeres Abendessen vor und heizen den Grill für unser Schweinefilet ein. Gerade als wir kurzerhand noch Besuch von der SY Leonard III bekommen. So werden die Kinder zwischen drin abgefüttert und wir geniessen etwas Zeit mit Martin und seiner Frau. Um 20 Uhr heizen wir dann der Grill nochmals ein und geniessen lecker Fleisch mit Kartoffeln und Senfsauce mit frischgekauften Frühlingszwiebeln.

11 Februar Wir bringen Beni um 9 Uhr, für den praktischen Teil des Padi Open Water Diver, zu Diving Bequia. Dann geht es zurück an Bord. Wir müssen etwas Ordnung machen und wir wollen frisches Brot backen. Am Nachmittag geht es zum Strand, wo dann Beni am Abend zu uns stosst bevor wir zurück an Bord gehen um leckere Wraps mit Bohnen und Mais sowie Hackfleischfüllung zu geniessen. Beni taucht am Morgen 2 Tauchgänge im Flachwasser und musste einige Übungen machen. Am Nachmittag geht’s an die Küste vor der Bucht auf 5-8m Wasser tiefe wo er einen weiteren Tauchgang macht. Dabei sieht er ganz viele Fische so wie auch einige Aale und Muränen. Er fühlt sich wie in einem Aquarium und die 45min gehen viel zu schnell vorbei.

12 Februar, nach dem wir Beni beim Tauchen abgeliefert haben geht’s für uns zum Markt. Wir wollen etwas frisches Gemüse kaufen. Wir bekommen schöne Tomaten, Kartoffeln, Bananen und Eier. Nun geht’s zurück an Bord. Elija macht schon mal bei mir auf dem Rücken sein Mittagsschlaf, kein Wunder wenn man schon um 4:30 wach ist. Anaïs und ich basteln dafür zusammen und machen etwas Tagebuch für sie. Nebenbei müssen wir heute wieder mal der Motor laufen lassen. Unsere Batterien sind ziemlich leer, man merkt gut, dass es hier viele Wolken hat. Nach dem Mittag wo wir Beni zu einem kurzen Essen mit Pizza an Bord hatten, geht’s nochmals ins Dorf. Wir wollen noch Anhänger kaufen. Für Elija finden wir eine süsse kleine Schildkröte aus Walknochen und Anaïs sucht sich eine Schildkröte aus Muschel aus, die leicht Rosa schimmert. Beide sind von einem gehbehinderten Einheimischen von Hand geschnitzt. Auf dem Heimweg halten wir bei einem Schweizerboot um «Hallo» zu sagen und weiter bei einer Eisdiele. Wir geniessen leckeres Schokoladen- und Kokos-eis dazu eine Limonade. Bevor es mit Beni zurück an Bord geht wo schon bald Feierabend für die Kinder ist. Beni’s Tauchgänge waren sehr erfolgreich. Nachdem er morgens 2 x am Riff tauchen war, ging’s am Nachmittag zu 3 Wracks, das tiefste was er tauchen darf sind nun 18m.

13 Februar nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Dorf, mit kurzem Begrüssungstopp bei der SY Rivandel. Eigentlich kurz gedacht, tja, wie das so unter Segler ist, wurde daraus ein gemütlicher Morgen mit Kaffee bei Rivandel an Bord. Wir haben sie in La Gomera das erste Mal gesehen und in Teneriffa einen gemütlichen Tag zusammen am Strand verbracht. Wir fuhren nach dem Mittagessen wieder ins Dorf. Da entdeckten wir bei einem Souvenirhändler tolle Messer. Der Griff mit Walknochen und Schildkrötenpanzer eingekleidet und alles inkl. Klinge graviert. (Anmerkung von Beni: Die jagen von Walen gefällt mir nicht, jedoch wird dies auf dieser Insel traditionell und sehr beschränkt gemacht. Ich finde dies weniger verwerflich, als das traditionelle Abschlachten von Delfinen an gewissen anderen Orten). Weiter gings an den Markt um Eier zu kaufen und wir besuchten auch noch den Supermarkt von Doris. Hier gab es wieder Lebensmittel, die wir kennen aber sehr teuer. Eine Dose Illy Kaffee 500gr. für 98xce also ca. 33Euro. Und Lauch gabs da auch, sowie Lindt Schokolade… das Meiste schauten wir nur an, wir gönnten uns aber wieder mal Lauch da der so vielseitig einsetzbar ist und sich gefroren auch gut hält. Zum Nachtessen gabs wieder Wraps mit Hänchen frischem Salat, Ei, Tomaten, Lauch-Karotten Gemüse, sehr lecker. (Wir haben noch viele Fajitas vom Transat. Da wir mit dem Abendessen heute sehr früh dran waren, gings danach noch an den Strand. Wir wissen, dass die Rivandel abends oft für den Sundowner da ist. Und wir hatten Glück, sie sowie zwei weitere Boote zu treffen. Es war sehr gemütlich.

Beim Einkaufen hier im Süden der Karibik muss man schon etwas umdenken. Es ist einiges zu normalen Preisen und vieles sehr teuer. Da fragt man sich schon, muss das jetzt unbedingt sein oder kann ich warten bis ich wieder in Martinique bin oder in der Schweiz? (100XCE=33Euro), Kaffee dose Illy 98XCE, 4 Äpfel klein 10 XCE, 2kg Kartoffeln 20 XCE, 2kg Tomaten 25XCE, 500gr Maio 12XCE, 24 Eier 20XCE, 6 Bananen 5XCE, Eine Portion Salat 10XCE, 1 Tafelschokolade 24XCE, eine Packung Korn Flakes 35XCE, eine Flasche Rum 28XCE, 1l Milch 6XCE, Eiskugel von gestern 10XCE, 2 Limonaden 33cl 8XCE, 1 Pinacolada 14XCE, 1 Bier 7-12XCE. Klar gönnen wir uns hier auch mal was, denn da wir die meiste Zeit vor Anker liegen und somit keine Hafenkosten haben, liegt das teure Essen drin. Nur an die Boje gehen kostet, und da muss man dann den Boatboy mit 20XCE auch noch dazu rechnen.

14 Februar als das Wetter einigermassen passte, gings mit dem Dinghi ins Dorf etwas bummeln und in den Marine Shop. Mit Strand ist heute Morgen nicht so viel, da es bedeckt ist und auch sehr böig. Aber am Nachmittag nutzen wir die Gelegenheit für an den Strand. Leider fängt es inert kurzem an zu tropfen und der Wind ist sehr kühl, so dass wir zurück an Bord gehen und die Rivandel zu uns einladen. Lili und Anaïs verstehen sich super und spielen schön zusammen. Anaïs packt auch ihr Rucksack und will bei Lili übernachten. Das erste Mal, dass sie bei einem anderen Kind übernachtet. Ich bin ja gespannt. Zum Nachtessen geniessen wir wieder mal eine riesige Schüssel voll Salat mit Karotten, Tomaten, Ei und Frühlingszwiebeln sowie unserem letzten Speck.

15 Februar Anaïs schlief tatsächlich bei Lili. Und heute Mittag ist bei beiden Mädels ein grosses Drama sich zu trennen. Am Morgen waren wir noch beim Markt und bekamen frischen Spinat sowie ein ganzes Hänchen, 4,5kg. Da werden wir auf jedenfalls satt. Am Mittag geniessen wir unseren frischen Spinat mit Kartoffeln. Da der Wind einigermassen passt, machen wir uns spontan auf den Weg zur nächsten Insel. Mayreau oder Canouan ist angesagt, mal schauen was der Wind und die Wellen meinen. Der Wind ist ok aber die Wellen haben es in sich, so steuern wir erst Canouan an. Hier hat es eine sehr grosse Bucht mit nur wenig Schiffen und es sieht ruhig aus. Leider hat es doch einiges an Schwell und dazu extrem viele Fallböen.

16 Februar wir ziehen heute Morgen nach Mayraou weiter, in die Salt Whistle Bay. Unser heutige Angelerfolg ist ein Vogel der versuchte den Köder zu erwischen. Leider erwischte es ihn am Allerwertesten. Wir haben den Vogel dann wieder befreit und er flog weiter. Nur der Angelhacken musste für die Rettung zerschnitten werden. Die Bucht ist klein und bis am Mittag ganz gemütlich. Zum Zmittag geniessen wir unser Hänchen (Anmerkung von Beni: Ich musste das Hänchen machen, da Anja zu meiner Überraschung noch nie ein ganzes Hühnchen gemacht habe. Das sei immer ich gewesen zum grillieren…). Sehr lecker und es wird definitiv noch für 2 weitere Mahlzeiten reichen. Nun gehen wir den Strand erkunden. Es hat einen wunder schönen weissen Sandstrand und man kann über einen schmalen Landstreifen gerade zur Atlantikseite der Insel laufen und rüber zu den Tobago Cays schauen. Weiter hinten in der Bucht hat es traditionelle Buden mit Bars, Souvenirs und BBQ Stände. Alles sehr Farben prächtig. Wir geniessen ein Bier und freuen uns über die Musik. Um 17 Uhr geht’s zurück an Bord, mal schauen wer noch so alles um uns ankern kam. Den nun ist die Bucht sehr voll und tatsächlich liegt sehr knapp vor uns ein Charterboot. Wir hoffen, dass nicht allzu viel Wind auf kommt, den wir können nicht wirklich mehr Kette geben, sonst sind wir hinten zu knapp. Zur Sicherheit tauchte Beni noch deren Anker ab.

Canouan. Die Insel ist 7.6km2 gross und hat 2.000 Einwohner. Die wichtigste Einnahmequelle der Insel sind die Luxus Touristen. Der grösste Umsatz wird durch 2 Ressorts, mit Golfplatz und Casino eingebracht. Der Höchste Berg ist 240m hoch.

Mayreau. Die Insel ist 4km2 gross und hat 300 Einwohner. Sie ist die kleinste bewohnte Insel der Grenadinen. Die Insel liegt gerade bei den Tobago Cays. Somit ist die Insel vielmals eine Anlaufstelle bevor es in die Tobago’s geht oder auf dem Rückweg. Die Bucht Salt Whistle Bay kennt man aus vielen Ferien Zeitschriften, mit seinen weissen Sandstränden. Der höchste Hügel ist 61m hoch.

17 Februar Da uns die Bucht zu voll ist, auch wenn sie sehr schön ist, ziehen wir weiter. Knapp 15 min weiter in die Salina Bay. Hier hat es auch einige Boote, aber es ist auch viel grösser. Und der Strand ist schön gross und es sind nur sehr wenige Leute unterwegs. Der Schwell ist angenehmer und die Boote liegen nicht ganz so nah wie gestern. Am Abend geniessen wir seit langem wieder mal einen DVD. (Danke Rivandel)

18 Februar am Morgen geht es an Land, wir wollen uns das Dorf anschauen gehen und die eine Bar besuchen, die uns empfohlen wurde. Die Bar liegt auf der anderen Inselseite mit Blick auf die Tobago Cays. Wir haben uns von der Bar etwas mehr erwartet. Aber das Essen war ganz gut und wir hatten einen gemütlichen Morgen. Auf dem Weg zurück an Bord hatten wir mit unserem Dinghi Motor Probleme, da er plötzlich abstellte und nicht mehr an ging. Bei einem Charterboot, wo wir uns kurz festmachten um nicht noch weiter abgetrieben zu werden, war so nett uns zu unserem Schiff zu fahren. Nach etwas Arbeit brachte Beni den Motor dann wieder zum Laufen, so dass wir am Nachmittag noch an den Strand konnten, um die Strandbars an zu schauen und zusehen von wo die Steelband Musik kommt. Leider waren wir schon zu spät dran und sie waren am Abbauen. Alle Touristen vom Kreuzfahrtschiff gingen bald zurück an Bord. Das Wetter war heute sehr durchzogen und es gab einige Regenschauer. Es ist spannend wie schnell der Regen hier kommt und geht und man innert kurzer Zeit die nächste Insel nicht mehr sieht.

19 Februar für Heute kann ich nur erzählen, dass es sehr viel geregnet hat. Und wir somit ein Bord Tag mit TV eingelegt haben, dazu gab es leckere gefüllte Peperoni.

20 Februar ist es wieder ein herrlicher Tag. Und wir geniessen den Nachmittag mit toller Sonne am Strand. Mit was Trinken gehen und der Stellband Musik zuhören wurde es leider nichts, da das leider geschlossene Gesellschaft für die Touristen vom Kreuzfahrtschiff ist. Es ist schon interessant, es hat tagelang keine Liegestühle am Strand, keine flatternde Kleiderstände und auch keine Schmuck-Souvenirs. Aber kommt ein Kreuzfahrtschiff auf, ist hier Ramba Zamba angesagt. Beni wollte noch ein Video von der Bucht machen. Doch plötzlich leitet die Drohne eine automatische Landung ein. Langsam und unaufhaltsam geht’s nach unten. Leider war dies nicht direkt nach dem Start, sondern als die Drohne schon ein paar Meter über dem Wasser war. Die Drohne versuchte demnach sich ebenfalls im Tauchen. Mit mässigem Erfolg. Trocknen funktionierte nicht. Somit gibt’s bis auf weiteres keine tollen Luftaufnahmen mehr.

21 Februar jetzt geht’s auf in die Tobago Cays. Mit viel Wellen und ca. 18kn Wind gegen an, geht’s um Mayreau. Die Fahrt ist nicht ganz so angenehm aber zum Glück nur kurz. Und schon kommen wir in die Abdeckung und fahren zwischen Petit Rameau und Petit Bateau durch vor die Insel Baradal wo wir in der vordersten Reihe noch eine freie Boje finden. Kaum sind wir fest, tauchen um uns schon regelmässig Schildkröten auf. Beni und Anaïs gehen vor dem Mittag ums Boot eine Runde schwimmen und sehen auch im Wasser einige Schildkröten und sogar einen Rochen. Am Nachmittag geht’s auf die kleine Insel Baradal. Vom Schnorcheln um den grossen Sandstrand sind wir etwas enttäuscht. Denn wir haben mehr Korallen und Schildkröten erwartet. Aber es hat viele abgestorbene Korallen. Nur die Erkundung der Insel gefällt uns, denn wir entdecken Leguane und Land Schildkröten. Somit gehen wir lieber nochmals ums Schiff schwimmen und prompt tauchen wieder Rochen und Schildkröten in jeglicher Grösse auf.              

Tobago Cays. das ist eine Inselgruppe aus 5 kleinen Inseln, 2.2km östlich der Insel Mayreau. Die Landfläche beträgt 0.13km2. Alle 5 Inseln sind unbewohnt. Auch wenn sich hier sehr viele Bootsboys aufhalten wegen den vielen Segeltouristen. Die 5 Inseln sind Petit Bateau, Baradal, Jamesby, Petit Tabac, petit Rameau die Hauptinsel. Dazu das Horse Shoe Reef. Dieses grosse Korallenriff umgibt vier der Inseln wie ein hufeisenförmiger Schutzwall und hält die Atlantikdünung weitgehendst ab.

22 Februar wir fahren mit dem Dinghi wieder an den Strand von Baradal. Es hat deutlich weniger Wellen als gestern und die Schildkröten kommen näher an den Strand heran, sodass man in nur wenigen Meter tiefen Wasser mit den Tieren schnorcheln kann. Danach fahren wir ans Horse Shoe Reef raus. Hier soll es noch einiges zum Sehen geben und der Wind hat auch nach gelassen. Hier gibt’s viel mehr Fische als am Boot. Mir hat es aber doch noch zu viel Wellen und nach dem Beni schnorcheln war, fahren wir zurück. Nach dem Mittag geht’s auf der Insel zum Beine vertreten, wir wollen noch ein paar Leguane vor die Kamera bekommen.

23 Februar es geht’s wieder zur Insel gleich vor uns (Baradal) mit dem großartigen Sandstrand. Maimiti ist auch dabei. Während die Jungs schnorcheln, gehen Judith und ich mit der Rasselbande auf den Hügel. Und zum Glück ist mein Telefon mit dabei, den wir treffen ganz viele Leguane an so wie auch eine Landschildkröte die Orange Punkte hat. Zurück am Strand gehen wir Ladys schnorcheln und schwimmen zusammen um die Insel rum. Allein hätte ich das nie gemacht aber zu zweit ist das cool. Wir sehen auf der Ostseite noch intakte Riffe und ganz viele Fische in jeglichen Farben und Grössen. Ich bin auf die Videoaufnahmen gespant ob da auch was zu erkennen ist. Weiter sichten wir einen riesigen Kugelfisch. Zurück am Strand sehen wir bei anderen Personen einen grossen Seestern, den wir den Kindern zeigen. Es ist erstaunlich wie hart ihre Haut ist, hätte ich nämlich nicht erwartet. Elija ist der mutigste von allen Kindern und fasst den Seestern auch an, bevor er wieder zurück ins Wasser gebracht wird. Am Nachmittag sehen wir uns die Insel hinter uns an (Petit Bateau). Wir überqueren die Insel und schauen uns die Restaurantzelte an und auf der Seite soll es auch kleine Haie im Wasser geben. Beni geht also ins Wasser. Auf Anhieb sieht er viele Rochen, er wäre beinahe beim Flossen anziehen auf einen getreten. Ein Hai taucht auch auf und schwimmt direkt auf Beni zu. Leider war die Kamera nicht so schnell Einsatzbereit wie erwünscht. Hier gibt es einige Haie und Rochen sowie Kugelfische, da vom Restaurant viele Fisch- und Langustenreste ins Wasser geworfen werden. Da es nun nur noch leicht regnet und Beni kühl hat, geht’s zurück an Bord.

24 Februar der Morgen fängt sehr bedeckt an. Wir gehen dennoch los, nochmals auf die Insel hinter uns, da wir noch auf den 45m hohen Hügel steigen und Aussichtsfotos machen wollen. Mit der Drohne können wir ja leider nicht mehr fliegen, da diese uns in der Salina Bay ins Wasser gefallen ist und der Wiederbelebungsversuch mit einer kleinen Rauchfahne aus der Drohne abgebrochen wurde. Der Ausblick auf die Bucht wo wir liegen ist herrlich, trotz bedecktem Himmel oder gerade deswegen?… wir sehen Baradal, unser Schiff davor, Petit Tabac und Jamesby, sowie das Horse Shoe Reef wie es im Halbkreis um uns verläuft. Aber auch auf Mayreau und Union Island, sowie hinter Union Carriacou (Grenadinen von Grenada) die Hauptinsel der Tobago Cays ist hinter uns versteck und nicht sichtbar.

25 Februar Elija macht wieder mal früh Tagwache, somit sind wir alle um 9 Uhr auch schon mit dem Morgenprogram Fertig und Start klar zum Loslegen. Es geht um die Inseln und das Horse Shoe Reef zur Insel Petit Tabac. Wir wollen schauen, ob wir die Rumflaschen von Jonny Deep finden. Die Insel sieht toll aus, als wir immer näher kommen. Bei 5m lasen wir den Anker fallen, lassen das dinghi zu Wasser und es geht an Land. Wir laufen den Strand ab und geniessen den weissen Sandstrand. Dann geht’s zum Schnorcheln. Das Wasser ist unglaublich klar und warm, 29Grad. Draussen beim Riff wird es aber spürbar kühler. Am Riff entlang kommt man sich vor als schwimmet man in einem Aquarium. Nach einem leckeren Kartoffeleintopf geht’s nach Union Island. Wo wir zwischen den Bojen ankern und einen guten Blick auf Happy Island, wie auch Geen Island haben. Auch Palme Island sieht von hier toll aus. Happy Island ist eine künstliche Insel die aus Lombi-Muscheln erbaut wurde und eine Bar darauf ist. Nun erfreuen wir uns über eine Runde schwimmen ums Schiff. Aber auch übers wieder mal Shampoonieren. In den Tobago Cays wollte ich so wenig unnatürliche Produkte wie möglich ins Wasser lassen. Zusätzlich lassen wir alle etwas Haare, Elija werden seine Rastas am Hinterkopf entfernt, Beni wird seine graue Mähne los, mir wird der undercut zurück geschnitten und bei Anaïs etwas die Spitzen.

26 Februar es geht an Land, wir wollen die Stadt erkunden und etwas frisches Gemüse kaufen. Wir lernen einen netten Mann kennen, der unseren Kinder mit Cherry Tomaten beschenkt und kaufen bei ihm tolles Gemüse. Danach geniessen wir noch ein Kaffee und Heisse Schokolade mit der Maimiti bevor es an Bord geht. Nachmittags geht’s nochmals einkaufen und laufen, geniessen einen leckeren Smoothie mit Eis, Bananen und Passionsfrucht und AnaÏs und mir werden einige Brads verpasst (kleine Zöpfchen).

Union Island. Die Insel ist 8km2 gross und hat 5000 Einwohner. Der höchste Berg ist 304m hoch. Segeltouristen bringen das meiste Geld auf die Insel. Es gibt zahlreiche Läden, Bars und Supermärkte, Restaurants, Internet Cafés, so wie auch tauchschulen. Weiter gibt’s auch 3 Hotels auf der Insel.

27. Februar Wir freuen uns auf die Sy Fredrika. Wir haben sie in Martinique das letzte Mal gesehen. Wir gehen am Abend zusammen BBQ essen mit live Musik, eine Steelband.

28. Februar wir fahren heute Morgen nach dem Ausklarieren zusammen auf die letzte südlichste Insel von St Vincent und den Grenadinen. Wir gehen hier den schönen Strand erforschen, so wie auch Schnorchel. Sehen dabei Schildkröten, Rochen und ganz viele Fische. Am Abend geniessen wir zusammen ein Fondue bei uns an Bord.

29. Februar Es geht wieder an den Strand, da der so schön ist. Es gibt sogar eine tolle Schaukel. Und das Wasser ist einfach nur schön, türkis und klar. Am Nachmittag gehe ich mit Esther ums Schiff schnorcheln. Dabei sehen wir einige Schildkröten. Sogar 4 Stück auf einmal. Das Abendessen geniessen wir bei SY Fredrika an Bord. Wir haben nun die Wahl, entweder wir zahlen nochmals Zoll für 30 Tage oder wir reisen aus… Daher geht am nächsten Tag die Reise weiter nach Sandy Island, eine neuer Monat, ein neues Land…

Petit St. Vincent. Die Insel ist 46ha und hat 80 Einwohner. Sie ist die südlichste Insel von den St. Vincent und die Grenadinen. Lebt vom Tourismus, von einem Luxus Resort das für 1 Woche für 4 Pers 13000.-$ kostet. Definitiv zu teuer für uns, aber wir als Segler sind willkommen und dürfen den Strand mit nützen.

Wie gewohnt könnt Ihr unsere Position neben Noforeigenland auch über Garmin InReach verfolgen. Den Link findet ihr auch auf unserer Webseite unter der Reiseroute. Die MapShare von Garmin wird jeweils genutzt wenn wir lange Schläge machen und ausserhalb der AIS Reichweite kommen.