Leinen Los - Larguez les ammarres - untie the line

s(Beni) Am 01.06.19 fuhren Anja, Elija und ich das letzte mal mit dem Nissan, vollgestopft bis zum letzten Platz auf die Werft. Dort hat man speziell für uns, eine Treppe installiert. So können wir das ganze Material und danach die vielen Einkäufe, besonders die 23 Sixpack Wasserflaschen einfach und ohne grosse Anstrengung aufs Boot bringen. Die Artbeiten wurden begutachtet und als top befunden. Das Schiff erhielt einen neuen Unterwasseranstrich und ist bereit fürs Einwassern. Damit wir nicht eine Woche vergeben den Stegplatz zahlen mussten, offerierte, und übernahm die Werft das Einwassern eine Woche später. Russo, in La Seyne hat wirklich top Arbeit geleistet. Die super freundlichen und qualifizierte Arbeiter Laurent und Robin waren stets gut gelaunt und hilfsbereit. Diese Werft können wir wirklich von Herzen weiterempfehlen. (Wenn mann ihre Regeln beachtet) Nach den Arbeiten gings zurück in die Schweiz wo wir eine Woche bei meinen Schwiegereltern bei kaltem ungemütlichem Wetter auf unseren Start warteten. Anja fertigte dabei das Bimini an (Sonnendach über das ganze Cockpit).


Am Samstag, 15.06.19 fuhren wir mit Sack und Pack, den letzten Taschen dem neuen Bollerwagen und beiden Kindern mit dem Zug nach Frankreich. Am Freitag nahmen wir von unseren Familie abschied und am Samstagmorgen hiess vor 7 Uhr in den Zug einzusteigen und die Schweiz definitiv zu verlassen.

Die Reise war unbeschwert und wir kamen kurz nach Mittag in Six Fours an. Da wurde mir doch tatsächlich dort das Portemonnaie geklaut... Ich habs noch gespürt, aber es war im Lift zu eng und als ich meine Hosentasche kontrollierte wars weg. Ohne Geld aber mit allen Kartenzahlungsmittel... Da kein Geld drinn war, kamm keine Minute später der selbe Typ wieder, er hätte das Portemonnaie auf den Geleisen gefunden. Alles nur gelogen, aber ich war froh, dass wir alle Karten wieder hatte...

Danach ging es mit Bus und zu Fuss zum Schiff. Unsere teuerste Tasche war so schwer beladen, dass sie die Reise nicht überstand und das Rad im letzten km sich teilte...
Dafür war die Ankunft auf dem Schiff super erfreulich. Alles war so wie wir es uns wünschten. Die kommenden Tagen richteten wir uns ein und begannen Ordnung ins Chaos zu schaffen. Dies natürlich mit den Folgen, dass man(n) das eine oder andere nicht mehr findet :-D
Nachdem unser Schweisser David, einen Tag länger brauchte als geplant, legten wir erst am Mittwoch vom Steg bei Russo ab.

Zunächst ging es nicht weit. Wir ankerten zwei Nächte in der Bucht von Brusc. Danach blieben wir zwei Nächte im Hafen von Bondol. Es war einiges an Wind und die Mooringleine war zu kurz. Ich fuhr zudem noch die Stegseitig angemachte Mooringleine ein und durfte mein neues Nottauchgerät auch gleich im Ernstfall testen. Keine 2 Minuten war die Schraube wieder los und ich habe auch gleich eine Festmacherleine in die Kette eingefädelt.

Am Samstag kamen wir mit den Bootsnachbaren in Kontakt. Es war eine super Crew von Belgischen Seglern. Am Sonntag gings wieder in die Bucht von Bandol wo wir ankerten. Nach einem Nachmittag am Sandstrand, war die Nacht dann eher ungemütlich, da wir die Wellen seitlich aufs Schiff kriegten und dieses dann ordentlich rollte. Mehrmaliges nächtliches Störquellensuchen inklusive ;-)

Am Montag gings unter segel bei einem gemütlichen Segelschlag nach La Ciotat. Mit unseren Stegnachbarn, eine Familie aus Deutschland, verstanden wir uns sofort. Carli und Anaïs schlossen sofort freundschaft und der Abschied war für die Kleinen etwas schwer.

Hier bleiben wir eine Zeit. Es müssen jetzt Anjas Batterien aufgeladen werden und ich erhoffe mir Zeit um die 9! Winschen in Angriff zu nehmen. Aktuell ist 1030 Uhr und wir haben 30 Grad...