Wir leben uns ein. Es geht vorwärts.

(Anja) Dienstag 16 Juli es geht auf nach Gruissan, 22sm knapp 3std. Es war mein Wunsch da vorbei zu schauen, denn im Bloc Marine sah das so toll aus. Wobei, als ein aus dem Vorarlberg gebürtiger Skipper, wohnhaft in Narbonne sagte, dass es da 300 Wind-Tage im Jahr gäbe, es mir doch etwas Angst machte für die Einfahrt. Wir hatten Glück und es war wenig Wind und im Hafen ist man ziemlich gut geschützt. Und tatsächlich, wir wurden vom Ort nicht enttäuscht. Die Aussicht vom Turm Barbarossa war toll. Auch der Markt in der Altstadt war schön und der Besuch absolut wert, besonders da wir unsere Pfannensammlung erfolgreich von 2 Induktionsfähigen Pfannen auf 4 aufstocken konnten (nur mit einer kleinen Bratpfanne für 4 Esser zu kochen ist doch etwas schwierig). Wir kochen inzwischen nicht nur im Hafen, sondern eigentlich immer auf der Induktionsplatte und brauchen das Gas nur zur Unterstützung, um was warm zu halten oder für den Backofen. Damit sparen wir sehr viel Gas. Mit dem Strom welcher unser Solarpanel liefert, geht es super, sogar wenn noch 1-2 Ventilatoren am Laufen sind (ja die sind zum Teil notwendig. Es ist definitiv Bikini Wetter). An einem Abend haben wir dann auch den grossen Hafen erkundet und lecker Eis gegessen danach gönnten wir uns noch eine Finger Food Platte mit Mochijto’s. Ebenfalls hatten wir Zeit, die vor der Abfahrt installierte, und schon defekte WC Pumpe auszutauschen und wieder zu montieren.

Am Freitag 19 Juli ging es 57sm nach L’Escala, Spanien weiter, was ca. 10std fahrt bedeutete. Am Anfang kam der Wind von hinten und half uns ein wenig. Ca. 2 Std konnten wir dann sogar ohne Motorenunterstützung segeln. Der letzte Drittel drehte der Wind, dass wir ihn auf die Nase abbekamen und somit wieder auf den Motor angewiesen waren. Die Fahrt war angenehm bis auf die letzte Stunde. Die war sehr ruppig.

Um 19 Uhr liessen wir der Anker in der Bucht von l’Escala fallen, wo wir dann 1 Woche ankerten und einfach das Wetter und die Zeit genossen. Wir waren dort sehr gut vor dem Süd-wind geschützt, was sonst in der folgenden Zeit an der Küste fast nicht der Fall gewesen wäre. Ausnahme wären nur ganz kleine Buchten gewesen.

Aber nun, was macht Frau so eine ganze Woche… nicht viel… sich von der Fahrt erholen, Kinder unterhalten, etwas Ordnung schaffen, soweit das mit Schwell geht, baden, schlafen, Strandausflüge, Beni geht einkaufen in den 600m entfernten Lidl und fährt mit dem Beiboot zusammen mit Anaïs in den Hafen. Wir haben mit dem AIS und dem UKW-Funk ein Reichweitenproblem. Ein neues Kabel und Antenne soll Abhilfe schaffen. Unsere Rubbel-Weltkarte wurde in der Zwischenzeit auch aufgehängt. Beni hat die Cockpit-Bank noch mit indirektem Licht versehen und das erste Tablar zugeschnitten und montiert. Weiter ffanden wir nun langsam alle unser Alltags-Rhythmus (ja ich weiss wir sind schon 2 Monate unterwegs, aber es braucht eben alles seine Zeit). Das beste aber von allem war natürlich, dass wir endlich mal unser Stand-Up Paddel auspacken und testen konnten (gekauft am letzten Tag von unserem Probetörn im Oktober). Nun, es ist nicht ganz so einfach wie gedacht, aber es macht uns allen Spass.

Freitag 26 und 27 Juli Segeln wir weiter, via Arenys de Mar, wo wir am Abend noch den Club Pool nutzten dürfen und weiter nach Badalona. Dort kamen wir bei strömenden Regen an und wegen der sehr eingeschränkten Sicht, fanden wir den Hafen nur dank elektronischer Karte und Radar. Kaum sind wir fest, hört der Regen schon wieder auf und die Sonne kommt hervor. Das nutzen wir für einen Grosseinkauf in der nahegelegenen Mercadona. Wäsche waschen musste auch wieder mal sein. Weiter musste Klarschiff gemacht werden, denn wir erwarteten Besuch.

 

Sonntag 28 Juli. Am frühen Nachmittag treffen Sabrina und Andreas bei uns ein, mit viel Gepäck und Mitbringsel. Sie bringen uns eine neue Windanlage mit da unsere im Laufe des letzten Monates von funktionieren - zu teils Fehlmeldungen - zu gar nicht mehr funktionieren gewechselt hat. Diese musste natürlich am Nachmittag mit Hilfe von Andreas noch angebracht und verlegt wurde. Ebenso wie das Antennenkabel noch einmal neu angebracht werden. Es hat Beni wohl zu fest geschaukelt am Anker bei 20kn Wind (6Bf). Unsere Freunde haben unser Haushalt auch noch um ein Fonduerechaud bereichert. Unseres blieb aus unerklärlichen Gründen zuhause.

Montag 29 Juli – 3 August, geht es an Barcelona vorbei nach Roda de Bara, wo wir den Abend am Strand verbrachten. Zum Ebro-Delta wo wir in einer riesengrossen geschützten Bucht ankerten. Dort konnten wir unser SUP nutzen, sowie unser Dinghi wasserten, um Flamingos am Ufer anschauen zu können. Nach einem gemütlichen Mittagessen starteten wir dann um 14 Uhr In Richtung Las Fuentes, 29sm. Die Einfahrt verursachte Beni ziemlich Herzklopfen. Wir hatten etwa 1,5m Dünung und die Einfahrt war so was von Schmal, dass er einfach froh war, als wir drin und im Platz gut verzurrt lagen. Am 1. August segelten wir hauptsächlich unter Spi nach Burriana Nova. Im hinteren Hafen, wo wir eigentlich hinwollten, wollten sie keinen Platz mehr haben. Schade, auf den Club- Pool haben wir uns gefreut. Tja, da heisst es flexibel sein und in den vorderen Hafen wechseln. Zusätzliche Herausforderung für den Skipper: Im Funk wird nur Spanisch gesprochen und neben dem Hafen wird für das abendliche Konzert der Soundcheck durchgeführt. (Achso... von dieser Tankstelle hat der Hafenmeister gesprochen ;-P) Hier war das Music Festival etwas lauter als in La Ciotat, aber wir erhofften das Beste… Wir hatten Music bis morgens um 5 Uhr 30. So haben wir den 1August mit Musik anstelle mit Feuerwerk gefeiert und darauf angestossen ;-). Jetzt waren es noch 64sm bis nach Valencia. Dort trafen wir gegen 14 Uhr 10 ein und machten beim Hafenbüro fest. Wir assen dort auf dem Schiff, erst mal eine gute selbergemachte Pizza. In Spanien machen sie vielerorts zwischen 14-16 Uhr Mittagspause. Als wir dann an unserem Platz lagen, kam auch schon die Crew der SY Maimiti zur Begrüssung. Für Sabrina und Andreas war es dagegen Zeit, zusammen zu packen und sich für die Abreise am nächsten Tag vorzubereiten. Vielen Dank an der Stelle fürs Material nachzutragen und die seglerische Unterstützung in den letzten Tagen (180sm), und ganz einfach, es war schön euch bei uns zu haben. Am 3 August um 9Uhr gingen wir zusammen mit Sabrina und Andreas zur Busstation, zum Verabschieden und für uns danach, um einkaufen zu gehen. Nachmittags heisst es waschen und aufräumen. Das gehört in den Häfen, bei längeren Stopps einfach dazu. Vorräte auffüllen, Waschen und aufräumen.

4 -6 August zurzeit geniessen wir einfach die Zeit. Morgens geht es mit der Crew von der SY Maimiti an den Strand. So wie gegenseitige Besuche auf den Schiffen, kleineren Arbeiten und Kinder Unterhaltung. Unsere grossen Mädels Flora und Anaïs haben es super zusammen und wir kriegen sie kaum mehr auseinander. Als wir so zusammensitzen, kommt die halbe Crew auf dem SUP von der SY Traumtänzer vorbei gepaddelt. Und Schwups haben Felix (SY Maimiti) und ich für den nächsten Tag 2 Kinder Mehr für an den Strand, während Beni mit Jörgen und Alex (SY Traumtänzer) mit ihrem Auto Einkaufen gehen. Ja, Felix und ich fielen sehr auf, mit der Rasselbande. Es waren insgesamt 6 Kindern zwischen 1 und 9 Jahren. Es war lustig. Am Nachmittag waren wir dann alle bei den Traumtänzer’s eingeladen. Es gab ganz interessante Gespräche, denn die SY Traumtänzer hat schon eine Atlantik Runde gemacht, ebenfalls mit ihren Kindern, wo der Kleinste auch nur 2,5-Jährig war.

So und morgen geht’s nach Valencia in die Stadt…. Bericht folgt….