August 2020 (Teil 1)

1. August. Natürlich wird früh am Morgen die grosse Schweizerfahne in den Mast hochgezogen. Auch unsere Schweizer Freunde um uns schmücken ihre Schiffe. Am Abend gibt es am Strand ein gemütliches Fondue mit schönen Schweizer Lampions. Es kommen auch noch weitere Schweizer Freunde und auch andere an den Strand und machen ein BBQ.

Am Sonntag fuhren wir nach Phare Bleu und genossen einen langen Tag am Pool. Anja ging mit den Girls laufen und Pieter und ich blieben mit den Kids am Pool. Mittagessen gab es auch da und wir blieben gleich bis zur Happy Hour. Aaron drehte mit allen die wollten eine Runde mit dem Hobby Cat. Das ist ein kleiner sportlicher Katamaran. Es war ganz lustig, aber auch eine nasse Angelegenheit.

Am Dienstag 04.08 lief Anja mit Barbara zum Einkaufen in die Mall. Pieter, die Kinder und ich trafen die Beiden mit den Einkäufen in der Brauerei. Dort gab es Pizza für die Kleinen und Burger und Spare-rips für die Grossen. Und ein Bier durfte natürlich auch nicht fehlen.

Am Freitag fährt Anja mit den Kindern, zusammen mit Barbara von der SY Vite et Rêve nach Phare Bleu. Dort hat Megan von der SY Clarity eine Ausstellung ihres selbstgemachten Schmucks. Am Abend grillierten wir am Strand von Hog Island Hotdogs. In der Grillschale war noch etwas Öl des letzten Grillierens. Als das plötzlich Feuer fing, hatte ging kurz danach der Ventilator vom Lili-Grill (Ein Migros Generika vom Lotusgrill) nicht mehr. Dadurch ging die Glut zurück. Nur mit Mühe und etwas Pusten wurden die Würstchen gar. Nachdem ich die Kinder und Anja in die Kojen brachte ;-) fuhr ich zurück und jammte mit meinen musikalischen Freunden.

Am Samstag ging Anja mit den Kindern an den Strand. Ich musste die Stirnlampe neu löten und ich nahm den Grill in Augenschein. Zum Glück, schmolz nur ein kleines Glutstück am Gehäuse des Gebläses fest. So konnte der Propeller nicht mehr drehen. Nach dem Entfernen drehte der Propeller wieder und der Grill ist für den nächsten Einsatz bereit.

Am Sonntag gingen wir am Morgen in die Brauerei zum Frühstück. Während die Frauen eine grössere Runde laufen wollten und noch gemeinsam anstossen wollten, liefen Trampus von der SY Solana mit den Kindern und ich los. Wir entdeckten eine Abkürzung, übersahen aber kurz vor dem Gittertor, das ein Pfad rechts abging. Die Kinder passten zwischen den Stäben durch, während wir Väter drüber klettern mussten. Mit unserer Abkürzung hatten wir die Frauen eingeholt. In der Brauerei kam später Pieter mit seinen Kindern und Aaron mit Claire dazu. Wir waren eine ziemliche Bande und hatten Spass. Es gab dann fast so etwas wie ein Brunch, als die Frauen auch noch dazu stiessen. Am Abend hiess es, wir sollen bei SY Clarity halt machen. Dort gab es selbstgemachte Pina Colada zum Apero. Kurzerhand wurden der Abend ausgedehnt und zwei gingen an Land, um Burger zu ordern. 16 Burger. Phil, der Grillmeister hat nicht schlecht gestaunt und mehr Kohle auf den Grill gelegt. Wir hatten einen supergemütlichen Abend und bei mir wurde es sehr spät.

Am Montag holte mich um zwei Pieter ab. Am Strand war noch niemand ausser der ältesten Tochter von SY Plan B mit der Violine. Wir fingen zu dritt an und spielten Violine, Gitarre und Akkordeon. Schon kurz darauf kamen Rachel von SY Solana mit der Gitarre und wir fingen an zu jammen. Später kamen weitere Musiker und wir spielten bis nach 16 Uhr. Liz von der SY Plan B baute mit den Kindern eine riesen Sandburgstadt. Die Stadt Tingdom (Kreuzung zwischen Ting, einer Limonade, und Kingdom, Königreich) Dazu gab es den Caribgarden (Carib, eines der lokalen Bier) und den Stagforrest (Stag, auch ein lokales Bier) IMG-20200811-WA0007jpg

Am Dienstag ging Anja mit den Kids nach Phare Bleu in den Pool. Ich räumte unterdessen unter meinem Bett auf. Ich sortierte Kleider, die ich noch brauche und andere die ich nicht mehr brauche. Die Flüge nach Hause starten wieder und es zeichnet sich ab, dass wir in den nächsten Monaten evtl. zurückfliegen werden. Darum geht das grosse Aufräumen und die Triage los.

Mittwoch, heute waren wir am Farmersmarkt, wie jeden Montag und Mittwoch. Anaïs kam zu mir und bettelte 10 XCD für ein Eis. Leider hatte ich das letzte Bargeld Anja für den Markt gegeben und die war kurz weg. Also sagte ich Anaïs, dass sie noch kein Eis kaufen kann, weil ich kein Geld hätte. Sie ging wieder und spielte mit den anderen Kindern, so dachte ich. Doch dann kam sie mit einem Becher Eis zurück. Ich war erstaunt und ging zu Alister und Ingrid und fragte nach. Da erklärte mir Ingrid, dass Anaïs voller Überzeugung, in Englisch fragte, ob sie Schokoladeneis hätte, als Ingrid verneinte fragte sie weiter welche anderen Sorten sie den habe. Nach der Aufzählung meinte Anaïs. "I think, mammi may be happy with blueberryice" Ich musste lachen und als Anja wiederkam wurde natürlich nicht mehr über ja oder nein diskutiert. Ich bin so Stolz auf meine kleine grosse Tochter. Am Nachmittag ist Anja mit Aufräumen dran. Ich nehme die Kinder, gehe auf der Maimiti das Fahrrad holen, das wir benutzen dürfen und fahre nach Clarks Court. Dort muss ich zuerst etwas Öl und Luft organisieren. Stefan von Driftwood, einem ansässigen Schreinergeschäft, gibt mir auch obendrauf noch ein paar Tipps um die Bremsen einzustellen. Er liegt mit seiner Familie zwei Schiffe vor uns und wir hatten auch am Strand schon ab und zu gute Gespräche. Am Abend gibt es wieder ein gemeinschaftliches Abendessen zusammen mit SY Clarity, Aquashak, Solana, Vite et Rêve und Plan B.

Donnerstag arbeiten wir gemeinsam am Aufräumen. Ich bringe noch den Spinnaker in die Reparatur und gegen Abend geht es zusammen mit Pieter und Liz nach Nimrods Rum Shop. Dort findet die all donnerstägliche Jamsession statt. Leider wird sehr auf Corona Regel gepocht und ich hätte in einer Ecke mitspielen dürfen. Da hatte ich aber keine Lust drauf und genoss den Abend von der Publikumsseite. Wir quatschen und haben es lustig. Auch lange als schon die meisten gegangen sind und so merkten wir nicht, dass schon sehr spät war. Auf dem Rückweg, der dauerte sehr lange da Pieter ein Elektroaussenborder hat, kam ich auf die glorreiche Idee, wir könnten noch ein Whiskytasting machen. Und da der Motor so leise war konnten wir auch gute Plaudern und die beiden anderen waren begeistert von meiner Idee. Als ich auf die Uhr schaute, erschrak ich. Es war bereits nach vier. Nun gut, dies lies uns nicht abkommen von unserem Plan und wir holten kurzerhand von der Anduril vier Flaschen Whisky und fuhren an Land. So störten wir niemanden. Vielleicht hätte ich das Tasting überspringen sollen. Denn schon beim Flaschen holen, fiel ich zur Hälfte ins Wasser. Am nächsten Tag strafte mich mein Körper. Ich bin nicht mehr 20ig… Ich war ausgeknockt und musste das Bett hüten. Erst um 1600 kam ich wieder raus und konnte mich auf etwas konzentrieren und etwas essen (und das auch noch bei mir behalten). Das nächste Mal trinke ich ein Bierchen weniger :-P.
Anja ging dafür nach Phare Bleu zum Pool und genoss die Zeit und die Gesellschaft ihrer Freundinnen und anderer Leute.

Samstag war Tag der offenen Tür auf der Farm von Jenny (Die vom Farmersmarkt) Ein superschönes Anwesen mit vielen Tieren. Im Haus schwirrten Fledermäuse und im Garten machten uns die Esel das Essen streitig. Wir liefen zusammen mit Pieter, Barbara und den Kids den Weg zum Damm hinauf. Es wurde gesagt er ginge zirka 40 Minuten. Die Wanderung war sehr schön. Man sah von weit oben auf den Atlantik hinaus. Der Damm und das kleine Becken waren nicht wirklich atemberaubend. Als wir zurückgingen machten sich alle schon wieder bereit zu gehen. Wir konnten noch gerade unsere Sachen packen und in den Bus hüpfen. Zum Glück war niemand von unserem Bus zu den Leuten gehörten, die wir noch am Hinauflaufen kreuzten. Dort musste der Bus warten, oder die Leute mussten eine alternative für den Heimweg finden… 

Wie gewohnt könnt Ihr unsere (statische) Position auf Noforeigenland nachschauen. Ich habe unsere Position aktualisiert. Normalerweise ist ein Filter vorgewählt, auf welchem Schiffe welche mehr als drei Monate nicht bewegt wurden ausgeblendet werden.